Tag 2

Mai 22, 2012

(und auch für Petra ):  Ich mache es ohne Programm. Dieses Gruppending (wie z.B. WW) ist nicht so meins. Ich werde mich mich an Low Fett 30/LowFat 30 orientieren und mich evtl. auch für den Präventionskurs anmelden. Aber erst mal möchte ich in Ruhe „reinkommen“ und einfach bewusster essen etc… Wenn ich die erst Stufe geschafft habe, wird Stufe 2 gezündet. Wiegen werd ich mich ca. einmal die Woche.

Na ja, Tag 1- von mindestens 365- liegt ja schon mal hinter mir. :D

Tag 1

Mai 21, 2012

Ich gehe langsam auf die 40 zu und jedes überflüssige Kilo wird mein Leben verkürzen. Dem möchte ich ab heute entgegen wirken.

Ich war 2009 schon mal auf einem guten Weg, aber nach Abnahme von 10 Kilo  ist mir die Schwangerschaft mit Niklas dazwischen gekommen und nach der Geburt fehlte mir immer die Motivation

Ich hab das Abnehmen lange vor mir hergeschoben, aber nachdem ich dieses Jahr ständig  krank war (sonst passiert das vielleicht einmal im Jahr), habe ich beschlossen, dass sich in meinem Leben was bewegen muss (im wahrsten Sinne ;) ) . Es ist nicht so, dass mir Bewegung fehlt und ich esse auch keine Unmengen und/oder komplett falsch. Mein Blutdruck und die Blutwerte waren auch bisher immer top.

Aber trotzdem trage ich seit der Schwangerschaft mit Tim etliche Kilos zuviel mit mir rum und muss jetzt einfach bewusster essen/sporteln als bisher. Klar wird mir das bei meinem Alltagspensum oft schwer fallen (auf das in Ruhe essen bin ich gespannt… ;) ), aber ich werde nichts mehr vor mir herschieben,  sondern es ab jetzt angehen.

Und deshalb werde ich in unregelmäßigen Abstand über meine Erfolge und Misserfolge berichten.

Ich bin gespannt, ob und wie ich durchhalte.

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April 27, 2012

Wenn Dein 5-jähriger Sohn mal eben über den Kindergartenzaun klettert und auf dem davor liegenden Parkplatz rumläuft um “zu schauen, wann die Mama kommt” dann darf  Dich das ganz schön erschrecken.

(Gottlob wurde er schnell vermisst und gut, dass er nicht jünger ist.. so von wg. Einschätzung von Gefahren..)

Eltern-Kind- Blogparade , Aufgabe 14. Da hab ich nicht schlecht gestaunt, als die liebe Kerstin noch eine Zusatzaufgabe aus dem Ärmel geschüttelt hat. :D

Ich picke mir das Wort Rituale raus. Wir lieben Rituale, weil wir sie wichtig für Kinder und auch einfach schön finden.

Für keins unserer Kinder sind feste Rituale so wichtig wie für den Mittleren.

Z.B. das Abendprogramm: (O-Ton Tim zu meiner Schwester, als sie mal auf die Kids aufgepasst hat):

“So, jetzt gehe ich Fernseh gucken und brauche dazu einen kleinen Snack und was zu trinken. Dann Zähneputzen, Händewaschen, auf Toilette und einen Schlafanzug anziehen. Ich hänge mich dazu immer an mein Bett und springe in meine Schlafanzughose, die Mama mir immer hin hält. Ha, da wirst Du staunen! Dann kommt die Gutenacht-Geschichte . Aber ich suche eine aus und Niklas bekommt auch schon mal ein Buch, damit er nicht immer meins will. Und dann suche ich aus, was bei mir schläft (er darf immer ein Spielzeug, Buch etc.. mit ins Bett nehmen) und wir kuscheln noch ein paar Minuten. Dann mache ich noch einen Zaubertrick, weil Mama sagt immer dass ich ihr kleiner Merlin bin. Und dann machen wir immer noch “Warm und weich, träume gleich, und wehe wenn die kleine süße Nase juckt” . Das haben Mama und Papa nämlich schon früher bei Mimi gemacht und Papa hat das auch erfunden. Und dann gibt sie mir einen Kuss, eine Umarmung und noch einen Eskimokuss. Und das Nachtlicht darfst Du übrigens auch nicht vergessen und meine Trinkflasche auch nicht.”

Dazu gekommen ist: „ Mama macht nach dem Kuscheln Huppihuppi mit mir. Ich leg mich dazu immer auf ihren Bauch und Mama schaukelt mich dann so wie früher als ich noch ein Baby war. „

Und geändert hat sich seit Januar ´12, dass der Papa das Abendritual jetzt immer mitmacht.  Dafür wird oft der Zaubertrick weggelassen. :D

Eltern-Kind Blogparade, Aufgabe 13

Vorschau und Rückblick – Kinder:

Was würdet ihr im Rückblick anders machen, wenn ihr an die Vergangenheit mit euren Kindern denkt? Den Altersabstand unter den Geschwistern? Einen bestimmten Erziehungsstil? Die Geburt? Das Stillen? Die Namenswahl? Nichts?
Wie seht ihr die Zukunft mit euren Kindern? Was liegt noch vor euch? Vor euren Kindern? Wünsche, Hoffnungen, Gedanken, – träumt ein wenig!

Was den Altersabstand angeht denke ich heute, dass der hätte zwischen Tasmin und dem Mittleren hätte kleiner als 10 Jahre sein können.

Der Altersabstand zwischen Tim und Niklas (3 Jahre, 7 Monate) ist perfekt.

Warum haben wir solange mit dem 2. Kind gewartet? Marcus und ich haben uns kennengelernt da war Tasmin 1 ½. Uns war schnell klar, dass wir noch ein weiteres Kind möchten. Wir wollten der Großen aber das Gefühl geben, sich „sicher“ zu fühlen, also dass sie sich dann nicht durch Geschwisterkinder evtl. außen vor gefühlt hätte, da Marcus ja nicht ihr leiblicher Vater ist. Außerdem hatte ich extreme Bindungsangst durch meine gescheiterte erste Ehe, ich wollte mir sowieso mit allem Zeit lassen. Meine Horrorvorstellung war und ist, x Kinder mit x verschiedenen Vätern zu haben.

Im Jahr 2012 sind Marcus und ich 15 Jahre zusammen und deshalb hätten wir im nachhinein betrachtet genauso gut auch eher mit der weiteren Familienplanung  anfangen können. Ganz toll finde ich das, was Marcus nach unserer Hochzeit 2005 (danach wollten wir mit dem „üben“ anfangen) gesagt hat: Für ihn würde es kein leibliches Kind mehr brauchen, er müsse nicht Vater  werden, denn er wäre es schon. Und das hat er auch so gemeint.

Was die Zukunft/Wünsche meiner Kinder angeht so hoffe ich, dass sie gut durch die Schul/Studien/Lehrzeit kommen und dann auch einen Beruf ausüben, der sie wirklich ausfüllt und in dem sie auch ordentlich was verdienen. Dass sie glückliche Menschen bleiben und dass alle drei immer gerne nach Hause kommen, weil sie wissen dass sie dort verstanden und geliebt werden.

Vorschau und Rückblick – Eltern-Kind-Blogparade:
Welche Aufgaben fielen euch leichter, welche schwerer? Was gefiel euch am besten? Bei welchem Thema habt ihr gerne bei anderen gelesen? Was gefiel euch vielleicht nicht so gut?
Wie seht ihr die Zukunft der Blogparade? Seid ihr auch weiterhin dabei, wenn es monatlich weitergeht? Wünscht ihr euch ein bestimmtes Thema?

Sehr spannend fand ich Aufgabe 10.

Die Kreativ-Aufgaben fielen mir schwerer. Insgesamt fand ich aber alle Aufgaben klasse und meist auch spannend. Schade war, dass ich kaum Zeit zum Kommentieren hatte. Mein Tag könnte gerne 30 Stunden haben, dann hätte es besser geklappt. *g*

Was mir nicht gefallen hat, ist dieses Verlinken auf die Sponsoren. Ich mag es nicht, wenn meine Leser auf Links klicken bei denen sie denken, dass diese evtl. auf ältere Blogartikel von mir verlinken und dann auf irgendeiner kommerziellen Homepage landen.

Aber that´s the deal, da die verlinkten Seiten ja auch die Preise stiften. Und ehrlich gesagt war mir die wöchentliche Aufgabe schon fast zuviel. Allerdings bin ich im nachhinein auch froh drum, denn das war mein Tritt in den Hintern. Sonst hätte ich wahrscheinlich noch wenig(er) geblogt.

Wenn ich an das Ende der Parade denke, erfüllt mich das nicht mit Wehmut, da es ja weitergeht.

Also Kerstin: Ich freu mich auf weitere Monatsthemen! Danke für Deine Mühe!

“Eltern-ABC”

April 6, 2012

Eltern-Kind-Blogparade, Aufgabe 12.

Diese Kreativ-Aufgaben sind ja so gar nix für mich. Ich war nie kreativ und werd es in diesem Leben wohl auch nicht mehr werden. Trotzdem finde ich Kerstins Aufgaben immer spannend, denn sie zwingen mich dazu, bewusst nachzudenken.

A- Au-Pair, und zwar nach Amerika. Geplant für Tasmin in 2 Jahren (nach dem Abi)

B- Bobby Car. Das Heiligtum von Niklas, zusammen mit seinem Plastik-Motorrad (siehe Buchstabe M).

C- Clementinen oder Mandarinen. Lieblingsobst von Niklas.

D- Diktatoren- Können die beiden Jungs machmal sein.

E-  Eier, gekocht. Die Jungs- insbesondere Niklas- lieben sie.

F- Fahrradfahren. Tasmin konnte es im Alter von 5 Jahren. Tim hasst es- bzw. hat Angst dabei- und will es nicht lernen. Wir sind ratlos, wie wir ihm den Spaß am Fahrad fahren näherbringen können.

G- Grundschul-Lehrerin möchte Tasmin werden.

H-  Hüpfen. Macht Tim immer, wenn er sich über etwas freut oder besonders aufgeregt ist.

I-  In ein anderes Land wünschen sich Marcus und ich manchmal, wenn die Kinder besonders stressig sind.

J-  Jungs= Meine drei. Hach.

K- Karten zum Sammeln für Tim. Diese Leidenschaft hat er vor ein paar Monaten für sich entdeckt. Ich bekomme hier fast täglich „Mama, hast Du wieder Karten für mich?“ zu hören.

L- Laufrad. Bei Tim dasselbe wie beim Fahrrad. Da Niklas alles liebt was sich unter ihm in Bewegung setzt, wird ihm auch das Spaß machen.

M-  Motorrad (Siehe Buchstabe B)

N-   Notebook. Möchte meine Große nicht mehr missen.

O-    Organisations- Chaotin= Tasmin. Wir sagen es mal so: Sich zu organisieren ist nicht ihre Stärke (2 Minuten bevor ihr Bus kommt “hat jemand Busgeld für mich?” etc….)

P-   Pariboy. Hier unser bester Freund, seit Tim ständig mit Bronchitis zu tun hat.

Q- Quasselstrippe= Niklas

R- Rumpelstilzchen ist Niklas momentan gerne mal, wenn nicht alles nach seiner Nase läuft.

S- Spinat. Isst Tim sehr gerne.

T-  Teenagerzeit. Nicht das schönste am Elternsein.

U-  Uhrzeit. Lernt Tim gerade.

V- Vielfraß= Niklas. Er ruft ständig “Essssssssen” (mit weichem s)

W-   „Warm und weich“

X- Xanthippe= Kann Tasmin sein, wenn sie ihre Brüder erziehen will. Fräulein Rottenmeier ist nichts dagegen.

Y- YES!!!!!! Dachten Marcus und ich, als endlich auch der Jüngste durchschlief.

Z- Zukunftspläne. Darüber macht sich die Große momentan viele Gedanken.

Eltern-Kind-Blogparade , Aufgabe 11

„Ihr lauft durch euer Haus bzw. eure Wohnung und findet drei Ecken / Orte / Plätze / Gegenstände , an denen man sofort erkennt, dass bei euch Kinder leben (das Kinderzimmer gilt nicht!) „

Küche:

Badezimmer:

Küche:

„Ihr nennt drei Gründe, woran Fremde, wenn sie sich mit euch unterhalten oder euch nur sehen, erkennen können, dass ihr Eltern seid.„

Ich könnte schreiben: Augenringe (weil wenig Schlaf), verschmutzte Klamotten (weil Kindersabber drauf), verwuschelte Frisur (weil wenig Zeit sich fertigzumachen).  Oder an den Antworten “Oh, das kenne ich von meinem Kind, das macht mein Kind”  etc…. Das ist aber nur an den Haaren herbeigezogen.

Deshalb: Ich bin für die Antwort scheinbar zu unkreativ. ;)
Ihr schießt ein Foto von einem Gegenstand, den ihr seit der Geburt eurer Kinder nicht mehr benötigt oder benutzt habt“

Hometrainer:

Traurig fristet er sein Dasein in einer Ecke unseres Schlafzimmers und ihn habe ich seit der Schwangerschaft von unserem 3. Kind nicht mehr benutzt. Ich muss jetzt aber unbedingt mal wieder was tun und eigentlich möchte ich auch mal wieder einen neuen.

Eltern-Kind-Blogparade, Woche 11, Aufgabe 10.

Wir leben in einer Region, in der die Betreuungssituation eigentlich ganz gut ist. Einen Betreuungsplatz in einer Kindertagesstätte für U3 Kinder zu finden ist nicht leicht, die Betreuung kann dann aber durch eine Tagesmutter abgedeckt werden. Aber wenn ich da an andere Regionen denke.. Wieso ist die Betreuungssituation regionsabhängig? Und bei den Kosten ebenso:  In der einen Stadt zahlt man horrende Kosten dafür und in der anderen nicht.

Wichtiger als alles andere ist für mich, dass sich die Betreuungsplatzsituation endlich entspannt. Es muss genug Plätze für alle Kinder geben. Egal ob U1, U2, U3 oder ältere Kinder. Es kann nicht sein, dass sich eine schon nur halbtags arbeitende Mutter fragt, wie ihr Kind das im Sommer eingeschult wird,  nach der Schule betreut werden soll (bzw. wenn die Schule ungeplant eher zu Ende ist, Schulbeginn nicht zur 1. Stunde etc..),  weil es nur 50 Betreuungsplätze für alle Kinder gibt.

Die Betreuung muss einfach gesichert sein.

Außerdem muss es eine einheitliche(re) Lösung zum Thema Kosten geben. Es kann nicht sein, dass man in der einen Region 700 € für einen Platz zahlt und in der anderen 200 €.

Mit den staatlichen Leistungen (Elterngeld, Kindergeld) bin ich mehr als zufrieden. Wir Eltern entscheiden uns ja aus Egoismus (weil wir uns Kinder wünschen) dazu, Kinder zu bekommen. Dass der Staat was dazu gibt, ist fein und auch okay. Denn ein zusätzlicher finanzieller Anreiz ist gut, der Staat hat ja auch was davon, wenn wir Kinder bekommen. Deshalb sollte der Staat auch zumindest gewährleisten, dass man arbeiten gehen kann und in der Zeit das Kind gut betreut wird.

Unsere Betreuungssituation ist so: Schwiegermutter passt auf Niklas (2) auf, bis er ab August in den Kindergarten geht (mit 2 Jahren und 7 Monaten). Tim (5) geht seit August 2009 (3 Jahre und 2 Monate alt) in den Kindergarten und ab August dann in die OGS- Schulbetreuung.

Wenn alles zusammenkommt

März 19, 2012

Montag vor genau einer Woche fing alles an.

Kurz vor der Firma fing das Auto plötzlich tierisch an zu qualmen. Riss im Kühltank. Mein Kollege hat sich darum gekümmert- Neuer Tank 80 €- alles wieder top. Nichts war top, am nächsten Tag war klar, dass irgendwas mit der Temperaturregelung der Kühlung nicht stimmen kann. Wahrscheinlich ist deshalb überhaupt erst der Riss entstanden. Problem: Ich musste weiterhin zur Arbeit und mein Kollege hatte erst am Montag wieder Zeit. In der Zwischenzeit sollte ich mit während der Fahrt aufgedrehter Heizung, die Temperatur runterkühlen. Das klappt auch. Heute dann die Nachricht, dass mein Kollege das nicht mal eben so reparieren kann, das nimmt mehr Zeit in Anspruch.

Nur wann? Ich kann nicht frei machen, da die Kollegin die ich vertrete im Urlaub ist. Am Wochenende kann er nicht. Ich kann doch nicht wochenlang mit aufgedrehter Heizung durch die Gegend fahren. Ich würde das Auto in die Werkstatt bringen, aber welche Werkstatt arbeitet am Wochenende?

Am Mittwochabend fing Tim an, abzubauen. 40 Grad Fieber, Husten, Durchfall, Erbrechen. Ich ihn am Donnerstag/Freitag zusammen mit Niklas- den meine Schwiegermutter ja bis August sowieso betreut- zu den Schwiegereltern gebracht und mittags wieder abgeholt. Mein fieberndes Kind mit aufgedrehter Heizung nach Hause fahren- prima..

Nachdem am Sonntag trotz Fieberzäpfchen, Phytohustil und inhalieren mit dem Pariboy immer noch keine wesentliche Besserung eingetreten war, ist Marcus mit ihm in die Notaufnahme gefahren. Ergebnis:  Wieder Bronchitis . , also Antibiotika, weiter inhalieren, weiter Hustensaft.

Parallel zu Tim ist dann noch Niklas am Samstag krank geworden. Gestern, also Sonntag- nachdem Marcus gerade wieder zu Hause war- bekamen wir dann die Nachricht, dass mein Schwiegervater auf der Intensivstation liegt, weil er hoch fiebert.

Die Sorge um meine Kinder und um meinen Schwiegervater, gepaart mit der Angst, dass Tim ihn angesteckt haben könnte, gepaart mit meinem schlechten Gewissen, dass ich nicht da bin, wenn die Kinder krank sind, sondern sie dann zu meiner Schwiegermutter fahre, gepaart mit der Frage wer die Kinder jetzt betreut, gepaart mit der Frage, wann ich das Auto reparieren lassen kann, lässt mich an meine Grenzen bringen. Ich schlafe mit Bauchschmerzen ein und auch wieder auf, schlafe seit Tagen eh kaum noch und ständig kommen mir die Tränen.

Ich möchte immer für meine Kinder da sein, bin es aber manchmal nicht. Ich weiß, dass sie bei meiner Schwiegermutter/meiner Schwester (die heute da ist, weil sie Urlaub hat) gut aufgehoben sind. Aber mir geht es schlecht dabei.

Mir stehen doch Kind-Krank-Tage zu, wieso mach ich das also?

Ich bin nicht karrieregeil, überhaupt nicht. Aber ich habe ständig Angst um meinen Job. In den 9 Jahren in dieser Firma habe ich so viele Leute kommen und gehen sehen, hier kann man kein Gefühl aufbauen dass man „fest im Sattel sitzt“. Und wenn ich wirklich mal wegen der Kinder zu Hause bleiben muss, dann baue ich Überstunden ab. Und was passiert eigentlich, wenn ich krank werde? Ich darf nicht krank werden. Und wenn, dann hau ich mir irgendwelche Hammersachen rein, um ja zur Arbeit gehen zu können.

Mein Vorgesetzter triezt mich weder, noch würde er kein Verständnis für Krankheit haben. Das Problem ist nicht mein Arbeitgeber, sondern ich bin es.

Ich muss irgendeinen Weg finden, damit ich ohne schlechtes Gewissen/Gefühl zu Hause bleiben kann, wenn die Kinder krank sind, muss was an meiner Einstellung ändern und zwar dringend.

Aber wie schalte ich nur um?

Eltern-Kind-Blogparade- Woche 10, Aufgabe 9

Das Motto diese Woche ist für mich ein absolutes Reizthema. Ich für meinen Teil bin aber ein Freund von kontroversen Diskussionen, denn die sind meistens lehrreich und interessant.

Ich nehm´s mal direkt vorweg: Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel.

Ich habe das Gefühl, dass gerade Mütter sich derart über ihre Kinder definieren und mich beschäftigt das Warum schon lange. Viele Frauen werden zu den schlimmsten Angeberinnen, sobald sie zu Müttern werden.

Deshalb bin ich nie in Krabbelgruppen o.ä. gewesen. Die Mütter setzen sich (und ihre Kinder) durch dieses Wetteifern derart unter Druck und sowas brauche ich nicht. Bei Tasmin habe ich mich dem noch öfter ausgesetzt, aber da hatte ich dann meine Lektion gelernt und es bei den Jungs anders gehandhabt.

Es fängt in der Schwangerschaft an (ich hab mein Kind schon in der 11. Woche gespürt, mein Kind ist jetzt schon so groß, was, deins ist nur so groß? etc..), geht im Babyalter weiter (Zeitpunkt  Zähne, krabbeln, laufen, durchschlafen etc..) und setzt sich im Kindergarten und in der Schule fort (wer macht die schönsten Geburtstagspäckchen, wer backt die tollsten Kuchen(teilchen), wer richtet die tollste Party aus**, wer hat die besseren Noten etc..).

**Für mich gibt übrigens hier zwei Sorten von „Angeber“-Mamas. Die einen geben sich einfach Mühe für ihr Kind und wollen für das Kind einfach was Besonderes zaubern (weil besonderer Tag) auch wenn es mit mehr Arbeit verbunden ist.
Und es gibt die, die immer toll dastehen wollen und deshalb ein Ding nach dem anderen auffahren (schneller, höher, weiter ..) Das sind aber auch meistens die, die schon mit den Entwicklungsschritten derart prahlen. Im Kindergarten gibt es in diesen Süßgkeiten-Tüten mittlerweile schon Pixi-Bücher, zusammen mit Süßigkeiten. Für 30 Kinder, das ist doch irre.

Natürlich freue auch ich mich riesig über Entwicklungsschritte, bin ich auch stolz auf meine Kinder und das sage ich ihnen auch oft. Aber ich teile das meiner Umwelt nur in geringen Dosen mit und ungefragt sowieso nie. Und gefragt, oft mit dem Zusatz „jedes Kind ist anders/hat sein eigenes Tempo/das eine Kind kann das besser, das andere, etwas anderes“ etc.. Und das auch wirklich aus Überzeugung.

Am Ende ist es sowas von egal, wann Dein Kind trocken war, wann es durchgeschlafen hat etc..

„Was geben wir ihnen in die Wiege mit? Unterstützen wir sie, lassen wir sie einfach machen? Wie verhelfen wir unseren Kindern dazu, starke erwachsene Menschen zu werden?“

Bei den Jungs habe ich noch so meine Probleme mit dem „Loslassen und machen lassen“, beim Mittleren fange ich aber langsam damit an. Denn wenn er in die Schule kommt, muss er auch mal an einer Straße entlang gehen, mit dem Bus fahren etc.. Der Jüngste ist erst 2, das mit dem „einfach machen lassen“ hat noch Zeit.

Die Kinder wissen auf jeden Fall, dass egal was ist/wird, sie mit allem zu uns kommen können. Sie wissen: Es wird evtl. erst mal ein Donnerwetter geben und das müssen Sie dann auch aushalten. Aber danach holen wir sie mit vereinten Kräften aus der Situation, sie bekommen unsere 100 % – ge Unterstützung und wir stehen hinter ihnen.

Bei der Großen hat unsere Erziehung/Einstellung (bisher) Früchte getragen. Allerdings ist m.E. Erziehung nur ein kleiner Teil vom Ganzen, die Persönlichkeit des Kindes trägt einen großen Teil dazu bei, wie es sich entwickelt. Tasmin ist auf jeden Fall selbstbewusst und auf dem besten Weg, ein starker, erwachsener Mensch zu werden. Auch wenn sie nicht zu den Besten in ihrer Stufe gehört (das Abi wird sie aber sicher schaffen, ich glaub da ganz fest dran).

Und ja, ich bin sehr stolz auf meine Kinder. Aber mehr auf sie, als auf uns als Eltern.

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