Eltern – Kind – Blogparade: Aufgabe 2 (Geburtsbericht von Niklas bei 40+1) )
Januar 17, 2012
Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit
Die 2. Aufgabe der Eltern-Kind-Blogparade verpasst mir den Tritt in den Hintern gibt mir Gelegenheit, endlich mal den Geburtsbericht von Niklas- unserem Jüngsten- hier einzustellen. Nach 2 Jahren wird es ja auch mal Zeit. Der Geburtsbericht vom Mittleren ist übrigens hier zu finden und hier ist die Vorgeschichte zur Geburt von Niklas.
Wir hatten mit dem Thema Familienplanung ja gerade abgeschlossen. Nach dem positiven Schwangerschaftstest war meine Gefühlswelt trotzdem nicht durcheinander, sondern nur himmelhochjauchzend.
Geburtsbericht von Niklas (Geburt bei 40+1)
Ich starte mal am Montag, 18.01.2010 (39+6)
Da bin ich ins Krankenhaus zum 1. Wehenbelastungstest und sollte auch da bleiben.
Der Wehentropf wird bis auf 60 mg hochgedreht, Ergebnis: Nichts außer ein paar Wehen, die vom Schmerzfaktor her nicht der Rede Wert sind.
Danach Reizen des Muttermundes durch meine Hebamme, Ergebnis: Nichts
Ich mache den Test mit der Vertretung meiner eigentlichen Hebamme, was mir ja ein Bauchgrummeln verursacht hatte. Am Ende des Tages ist dieses Bauchgrummeln verschwunden. Die Vertretung ist toll und sie gibt mir ein gutes Gefühl. Sie sagt, dass ihr Bauchgefühl meinen würde, dass ich keine Angst zu haben brauche, es wird alles in Ordnung sein und es wird eine schöne Geburt werden. Ihr Wort in Gottes Ohr, denke ich nur..
Dienstag, 19.01.2010 (40+0)
Gespräch mit der Oberärztin. Sie will einleiten, weil man in diesem Krankenhaus bei Schwangerschaftsdiabetes nicht über Termin geht. Meine Werte sind ja gut, der Kleine auch nicht übermäßig schwer etc.. Ich erkläre ihr also, dass ich das nicht möchte und frage, ob wir bis max. ET+5, also bis Sonntags warten können (das hatte ich mit meiner Hebamme abgesprochen, länger würde sie auch nicht warten)
Ich sage ihr, dass ich ja alles befolgt hätte um Wehen zu bekommen, aber der Kleine scheinbar noch nicht soweit ist, wenn 2 Wehencocktails, Reizen des Muttermundes und Wehenbelastungstest nichts gebracht haben. Ich möchte ihn einfach nicht aus meinem Bauch „rausprügeln“, alles in mir sperrt sich dagegen.
Sie versteht mich und sagt, dann entscheiden wir gemeinsam von Tag zu Tag. 3 mal täglich CTG zur Kontrolle ist natürlich selbstverständlich und im Krankenhaus bleiben auch. An diesem Tag möchte Sie mir einen Einlauf machen, in der Hoffnung, dass dieser wehenfördernd ist und am nächsten Tag noch mal einen Wehenbelastungstest. Ich stimme zu.
Der Einlauf bringt nichts.
Mittwoch, 20.01.2010 (40+1, heute um 18:11 kommt Niklas)
Der Morgen fängt bescheiden an. Ich bin durch die letzten Tage total ausgelaugt, und meine Zimmernachbarin hat mich in dieser Nacht auch noch wach gehalten (sie hatte einen Kaiserschnitt und hatte soviel Luft im Bauch, dass sie die ganze Nacht extrem laut am rülpsen aufstoßen war) .
Ich sage noch grinsend zu ihr, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie ich in meiner heutigen Verfassung eine Bowlingkugel aus mir raus pressen soll. Noch habe ich gut lachen (sollte mir aber schnell vergehen). Noch habe ich gedacht, dass das heute wieder nichts wird.
Um 08:00 tapere ich in Richtung Kreissaal in der Hoffnung, den mittleren der 3 Räume zu erwischen. Das ist der begehrteste Kreissaal und den zu bekommen ist fast wie ein Sechser im Lotto.
Da ist nämlich ein riesiges Bett drin, der Partner kann also richtig bequem mit drin liegen und meine Hebammen lieben den, weil man viel besser agieren kann, sowohl als Schwangere, als auch als Hebamme. Mist, Kreissaal besetzt. Ich frage eine Hebamme, ob dort nur CTG geschrieben wird, so dass ich danach evtl rein könne. Kein Problem, 10 Minuten später bin ich drin und denke, dass ich diesen Kreissaal bis aufs Blut verteidigen werde.
Ich denke darüber nach, dass sowohl Tasmin als auch Tim an einem Mittwoch geboren wurden und zum 1. Mal bekomme ich ein seltsames Gefühl, dass es heute passieren könnte..
Ich esse ein mir aufgezwungenes halbes Brötchen mit Käse, schaue Fernsehen und um ca. 09:15 starten wir erst mal mit einem CTG.
Das ist an einer Stelle nicht gut- geht unter diese Linie- aber nachdem mir meine Hebamme einen Flüssigkeitstropf anhängt und ich parallel dazu Wasser trinke, wird es sofort super. Ich bin einfach etwas ausgetrocknet, weil ich noch nichts getrunken hatte. Meine Hebamme sagt nach dem CTG, dass die Ärzte diesen einen schlechten Wert jetzt zum Anlass nehmen werden, um auf jeden Fall baldmöglichst einzuleiten. Aber wir würden jetzt ja den Wehenbelastungstest machen, noch könne ja dadurch alles losgehen. Ich sage ihr, dass ich seit heute morgen etwas Schmerzen im Oberbauch hätte, daraufhin nimmt sie Blut ab und gibt es ins Labor. Der Test beginnt und im Gegensatz zum letzten Mal bekomme ich schon ab ca. 40 mg ordentliche Wehen. Dazu muss ich ständig auf Toilette, verspüre einen permanenten Druck auf Blase und Darm. Der Tropf wird wieder bis auf 60 (höher wird bei dem WBT nicht gedreht) hoch gedreht und die Wehenschmerzen nehmen zu.
Kurz vor Ende des Tests um ca. 12:00 merke ich, dass meine Hose etwas nass wird. Ich denke das es der Schleimpfropf ist und sage, dass ich auf Toilette- die mit im Kreissaal ist- möchte. Dort wird mir klar, dass es die Fruchtblase sein muss, denn es geht immer wieder Flüssigkeit in kleinen, nicht kontrollierbaren Schwällen ab (auch eine neue Erfahrung, bei den anderen Beiden ging das Fruchtwasser immer auf einmal in einem großen Schwall ab). Die Hebamme untersucht mich und bestätigt meine Vermutung. Okay, jetzt wird der Kleine definitiv in spätestens 24 Stunden bei uns sein, das ist trotz der Schmerzen ein super Gefühl. Kurze Zeit danach fragt die leitende Hebamme des Krankenhauses (eine totale Ziege. Vorne rum total nett und hintenrum zeigt sie deutlich, was sie von Beleghebammen hält) wann wir denn endlich mit dem Test fertig wären, der Raum würde gebraucht. Meine Hebamme ganz trocken „Gar nicht, wir bleiben hier.“ Ätschibätschi“, denke ich, weil mir klar wird, dass wir zum Gebären in diesem Kreissaal bleiben werden.
Dann kommen die Laborwerte, meine Leberwerte sind erhöht. Das heißt für uns: Noch ein Grund mehr, heute Gas zu geben, auch damit uns niemand reinpfuscht und es nicht doch noch heute Abend zum eventuellen Kaiserschnitt kommen muss.
Tja, jetzt gibt es nur ein Problem. Der Test ist zu Ende und wir warten darauf, dass die Wehen von alleine weiter gehen. Und was passiert? Genau, nichts geht weiter, die Wehen hören auf, bzw. reichen nicht. Damit hatte ich nicht gerechnet, bei den anderen Geburten ging es nach dem Platzen der Fruchtblase richtig los. Wir beschließen, jetzt doch mit dem richtigen Wehentropf einzuleiten.
Meine Große (damals fast 14) kommt direkt nach der Schule, ist um 13:00 da und isst erst mal mein Mittagessen. Ich habe ein Déja vu, war bei Tim genauso, nur dass sie 1 1/2 Stunden vor der Geburt von meinen Schwiegereltern abgeholt wurde. Sie hatte sich kurzfristig dazu entschieden, dabei sein zu wollen. Wäre es nachts oder während des Unterrichts passiert, wäre es nicht gegangen, klar. Aber auch in Hinsicht des Zeitpunktes schien es super zu laufen.
Wir sagen ihr mehrfach, dass sie, falls es ihr zu viel werden sollte, einfach raus gehen soll, dass das völlig in Ordnung wäre. Sie sagte „ich schau mal“ und vertiefte sich in ihr Edward & Bella Buch.
Meine eigentliche Hebamme (ich nenn sie mal Hebamme 1) ruft bei ihrer Kollegin (Hebamme 2) an und fragt, wie es läuft. Sie wollte ja eigentlich bei der Geburt dabei sein wenn es irgendwie geht. Unter der Woche klappt es aber wegen ihrer Zwillinge (sind auch erst Mitte Dezember 2009 geboren) nicht. Nachdem sie Hebamme 2 auf den neuesten Stand gebracht hat, sagt sie „Ich komme !“ Irgendwie würde sie das mit den Mäusen regeln.
Ich freue mich so!
Als Hebamme 1 kommt (ca. 14:00) besprechen sich beide und Hebamme 2 sagt, dass sie noch 2 Hausbesuche machen, dann aber wiederkommen würde. Vorher möchte sie mich noch untersuchen, nicht dass die Geburt doch kurz bevor steht und sie wäre gerade dann nicht da. Mein Mann hört, wie Hebamme 2 Hebamme 1 zuflüstert „Du rechnest die Geburt ab (die Krankenkasse zahlt das nur für eine Hebamme), aber mir ist es wichtig, dabei zu sein, deshalb komme ich wieder“. Ich hätte heulen können- natürlich vor Schmerzen
– aber in erster Linie vor Freude, weil mir bewusst wird dass beiden Hebammen das hier wichtig war. Wir nicht nur eine Nummer waren, sondern sie sich scheinbar vorgenommen haben, mir beizustehen, meine Ängste zu nehmen und den Kleinen gut durch die Geburt zu bringen.
Um ca. 16:00 ist Hebamme 2 wieder da. Der Wehentropf ist mittlerweile auf 55 mg- das bleibt so auch bis zum Schluss- und die Wehenschmerzen unerträglich. Trotz der relativ langen Wehenzeit öffnete sich der Muttermund relativ langsam, er ist erst bei 3-4 Zentimetern. Ich gehe noch mal auf die Toilette und als ich wiederkomme bin ich wohl weiß wie eine Wand. Ich habe das Gefühl, es nicht zu schaffen, fühle mich total fertig und bin kurz vor dem Umkippen. Ich frage nach der PDA, die ich mir für diese Geburt eigentlich gewünscht hatte. Hebamme 2 sagt, dass die Gefahr dass es dann einen Geburtsstillstand geben würde- und dass dann Kaiserschnitt bedeuten würde- immens hoch ist. Ich habe ja nur künstlich eingeleitete Wehen.. Innerlich verzweifel ich, wie soll ich das noch schaffen? Aber der Gedanke an den nicht wollenden Kaiserschnitt gibt mir neuen Mut. Hebamme 2 versorgt mich permanent mit irgendwelchen homöopathischen Kügelchen und den homöopathischen Tabletten die ich auch immer zu Hause genommen habe, und so veratme ich Wehe um Wehe. Gottlob sind die Wehen an sich nie so lang, das macht es etwas erträglicher. Schlimm sind die Schmerzen natürlich trotzdem. Nach fast jeder Wehe fluche ich und sage “scheiße, scheiße, Wehen sind einfach scheiße” und Hebamme 2 stimmt mir zu.
Übrigens kam während der gesamten Geburt ständig die Diabetesärztin vorbei um meine Werte zu kontrollieren und zu schauen ob ich Milch trinke (damit der Zucker nicht abrutscht), bis sie von Julia quasi Kreissaalverbot bekam und ganz zum Schluss ging wohl auch ständig die Tür auf und zu, weil es an diesem Tag einige Entbindungen gab und ständig was gebraucht wurde. Und 2 mal kam der Anästhesist vorbei um zu fragen, ob alles ok wäre. Mir war alles egal, so egal, ich nahm kaum noch etwas wahr.
Hebamme 1 beschließt, damit es schneller vorangeht, unter jeder Wehe meinen Muttermund zu weiten und das Schmerzmittel Buscopan mit in den Tropf zu machen. Ich denke sofort an den Tropf mit Meptid und Buscopan bei Tims Geburt, aber sie beruhigt mich mit den Worten “Das B. ist nur, damit sich der Muttermund schneller öffnet”. Ich stimme zu, weil ich ja gelesen habe, dass das Medikament Meptid die Atemprobleme bei Tim verursacht hat, nicht das Buscopan.
Sie sagt, dass es höllisch wehtun, sich aber lohnen würde. „Denk dran, pro Wehe 1 cm!“ Oh Gott, tut das weh! Ich soll die angezogenen, gespreizten Beine locker liegen lassen und nicht anspannen. Erstmal können unter so Schmerzen! Die Wehen sind eh an Schmerz kaum noch zu überbieten, da macht das Dehnen aber fast auch nichts mehr. An dieser Stelle geht mein besonderer Dank an den von mir getrunkenen Himbeerblättertee, der den Muttermund hat so schön weich= dehnbar werden lassen.
Irgendwann, ich schätze es war ca. 17:00 verspüre ich unter den Wehen einen leichten Pressdrang. Hebamme 2 sagt, dass ich diesem Drang immer leicht nachgeben dürfe, um etwas mit zuschieben. In dem Moment denke ich „Gleich hast Du es geschafft, immer wenn die Presswehen kamen, hat es nicht mehr lang gedauert. Und die richtige Pressphase ging bei den anderen beiden Geburten ja ratzfatz (ca. 5 Minuten)“. Genau dasselbe hat übrigens mein Mann gedacht und sich schon gefreut. Pustekuchen, da sieht man wieder dass es bei Geburten einfach kein Schema F gibt.
Irgendwann darf/soll ich unter den Wehen richtig pressen. Hebamme 1 reißt mir die Socken von den Füßen und sagt, ich soll einen Fuß auf ihre Schulter legen, einen auf ihren Oberschenkel. Egal was wir versuchen, Vierfüßlerstand, auf der Seite, Beine angezogen, es klappt nicht, der Kleine kommt nicht. Und das, obwohl Hebamme 1 sich über meine Kraft in den Beinen wundert (gottlob hab ich sie nicht vom Bett getreten
).
Ich denke immer nur „Wieso klappt es nicht, was mache ich diesmal falsch?“ und bin total fertig. Meine Beine zittern wie Espenlaub. Die Beiden wissen auch nicht, woran es liegt, dass er es nicht raus schafft. Ich mache Pause, bzw. veratme die Wehen weiter, was noch viel unangenehmer ist, als richtig dabei zu pressen, weil man das Gefühl hat, dass so gar nicht passiert und die Wehenschmerzen umsonst sind. Hebamme 1 leert mir die Blase, weil sie denkt, dass ihn das evtl. behindern würde. Als ob ich da während der Pressphase noch hätte irgendwas an Wasser halten können.
Die Pressphase kommt mir ewig lang vor.
Irgendwann, ich liege auf dem Rücken, habe die Beine angezogen, die nächste Wehe kommt und ich presse was das Zeug hält. Die Wehe ist vorbei, mir ist jetzt alles scheißegal, ich presse trotzdem weiter. Hebamme 1 feuert mich an,“ jaja, weiter, er kommt“ und ich presse weiter. Hebamme 2 wirft sich halb auf meinen Oberkörper, es macht „flutsch“ und ich merke, wie der kleine Körper halb aus mir heraus rutscht. Anders als beim letzten Mal empfinde ich das Herauskommen des Kopfes gar nicht als schmerzhaft, nur dass der Körper noch nicht ganz draußen ist, ist unangenehm. Ich flüstere „Bitte holt ihn raus“. Nur leider hören meine Hebammen nicht auf mich, weil sie nach meiner Großen rufen, die diesen Moment miterleben soll. Toll, oder?
Sie läuft zum Bett und schwupps ist Niklas draußen. Ich traue mich aufgrund der letzten Geburt nicht, nach unten zu schauen, aber da schreit der kleine Kerl schon aus Leibeskräften! Mein Mann und ich fangen an zu heulen, Er sagt: „Es ist alles gut, er schreit“ und ich wiederhole ständig nur „Er schreit, er schreit, es ist alles ok“ und bin völlig paralysiert, komplett weggetreten. Tasmin schneidet die Nabelschnur durch und der kleine Mann wird mir in ein Handtuch gewickelt auf den Bauch gelegt. Wir 3 liegen ewig nebeneinander und genießen einfach nur den Moment. Nach einiger Zeit bringt meine Schwiegermutter Tim vorbei, der total fasziniert von seinem Bruder ist. Irgendwann legt er sich auf den Boden und sagt „dass er schlafen würde, ihn Niklas aber immer wecken würde“
Hebamme 2 sagt, dass die Atmosphäre wie bei einer Hausgeburt wäre und so haben wir das auch empfunden. Es war einfach toll. Totale Ruhe, nur wir mit den Hebammen, keine Ärzte (wobei es diese Option gottlob auch immer gab) und wir essen Schokobrötchen.
Als ich irgendwann (nach ca. 2 1/2 Stunden) auf dem Zimmer bin, lehne ich mich im Bett zurück und bin nur noch glücklich und fertig wie ein Mettbrötchen.
Ich denke nur „Geschafft, es ist geschafft“ und bin einfach nur glücklich, dass der Kleine gesund ist und darüber, wie die Geburt verlaufen ist.
An dem Tag gab es übrigens 7 Geburten in meinem Krankenhaus. Und ich war die erste die im Kreissaal war und die letzte die raus gegangen ist. Dafür habe ich mich bei den anderen Hebammen aber auch entschuldigt.
Tasmin fand die Geburt übrigens viel unekliger als sie es sich vorgestellt hatte. „So wenig Blut und die Plazenta sieht aus wie Leber und die Nabelschnur sieht ja interessant aus“ Noch Fragen? ![]()
Während der extremen Phase hat sie sich an ihrem Buch festgehalten- manche Seite musste sie wohl zweimal lesen
– und an das gedacht, was wir ihr gesagt haben. Nämlich, dass so schlimm diese Schmerzen wären, die aber eben sein müssten um ihren Bruder da raus zu bekommen und dass ich- auch wenn es in dem Moment nicht so aussehen würde- um jeden Schmerz froh wäre, weil er uns näher zu Niklas bringen würde.
Der Kleine hatte übrigens in 1. Linie Probleme raus zu kommen, weil er mit dem Kopf nicht ganz gerade vor der Ausgang lag, sondern etwas schräg. So ist er mit einer Stelle des Kopfes immer vor den Ausgang gestoßen, davon hatte er übrigens auch eine Beule am Hinterkopf. Sein Hinterkopf hat durch wochenlanges komisches Liegen im Bauch hinten eine etwas platte Form (regulierte sich aber wieder), das machte die Sache für ihn nicht leichter. Hebamme 1 hat das Köpfchen immer gesehen, aber es ist immer wieder zurückgegangen. Dann war er wohl durch die Nabelschnur wie ein Paket eingepackt (O-Ton Tasmin) und hatte die auch zweimal um den Hals. Da aber die Herztöne immer ok waren, war das nicht lebensbedrohend.
Ich hab ja immer gesagt, dass ich das mit der künstlichen Einleitung nicht wollen würde, aber meine Einstellung änderte sich in dieser Situation mittags, denn es hatte sich ja entscheidend etwas geändert, wir hatten ja keine Wahl mehr. Das war ja eine völlig andere Ausgangssituation als in den Tagen vorher.
Und wir hatten ja tagelang auch wirklich alles versucht, um den Körper natürlich anzuschubsen. Und jede Aktion hatte meinen Körper ja zumindest ein Stückchen weiter gebracht und jetzt ging es nur noch darum, den Kleinen gesund und so sanft wie noch möglich aus dem Bauch zu bekommen.
Deshalb habe ich die Geburt auch trotzdem als megatoll empfunden. Denn alles andere war ja nur schön. Und die Geburtsschmerzen sind ja immer schrecklich, von denen kann man sich ja leider nicht befreien lassen. Ich bin „da unten“ übrigens wie bei Tim weder gerissen, noch wurde geschnitten. Das hatte zur Folge, dass ich nach der Geburt schon hätte herum hüpfen können wie ein Reh und ist mit ein Grund, weshalb wir nach der U2 am Samstag direkt abgehauen sind.
Hier sind alle Daten auf einen Blick.
Jetzt kann ich für meine neueren Leser auch mal aufklären, warum mein Jüngster, der ja Niklas heißt, hier unter T.3.0 geführt wird. Ursprünglich sollte jedes unser Kinder mit dem Buchstaben T anfangen. Leider konnten wir uns bei dem Jüngsten bei der Namenswahl einfach nicht auf einen Namen mit T einigen. Aber im Herzen ist er ein 3. T., deshalb T 3.0.
So wie es damals gekommen ist, war es übrigens genau richtig so. Jetzt sind wir komplett, damals einfach noch nicht.
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Im Lostopf der Blogparade sind diese Woche Produkte der Firmen:
Babystrauss und Spielwelt.
Nuby kenne und liebe ich. Babystrauss kannte ich bisher nicht (tolle Idee die dahinter steckt) und bei Spielwelt werde ich demnächst rumstöbern. Im Juni ist der nächste Kindergeburtstag, vielleicht werde ich ja fündig.






Januar 17, 2012 at 8:09 pm
Boah, Sandra. Gänsehaut.
Januar 18, 2012 at 1:10 am
Tayonnaise sage ich nur, liebe Sandra
Und wenn nur endlich mal einer anfinge, Geburtsschmerzen abzuschaffen. Danke für deinen berührenden Bericht! (ich habe ihn komplett gelesen
)
Januar 18, 2012 at 8:38 am
Ich denke, ich mache da nicht mit – verstehst Du aber sicher…
Januar 19, 2012 at 1:37 am
was ein toller Bericht!
LG Maike
Januar 27, 2012 at 3:27 pm
[...] Kind Blogparade Aufgabe [...]