Ich löse mal auf
Januar 19, 2012
das.
Erst jetzt, weil die Konditionen drum herum noch nicht ganz klar waren und wenn, dann wollte ich auch was Handfestes schreiben. Der Vertrag kam auch erst Ende Dezember hier an. Ja, es ging um eine Stelle für Marcus. Und zwar in dem Betrieb bei dem er sich schon beworben hatte. Mein Mann und die Personalerin (eigentlich die falsche Bezeichnung, Managerin trifft es eher) waren danach aber immer in Kontakt geblieben. Er wollte da ja eigentlich gerne arbeiten- nur nicht unter den Bedingungen- und sie wollte ihn eigentlich haben. Eine gute Kombination.
Zwischenzeitlich war dort eine Stelle ausgeschrieben, bei der Marcus zwar zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurde, es aber ziemlich klar war, dass er die zwecks fehlender Erfahrung in dem ausgeschriebenen Bereich nicht bekommen würde. Außerdem hatte die Personalerin bei der Stelle zwar ein Mitspracherecht, aber traf nicht die finale Entscheidung.
Machte aber nichts, der Fuß war in der Tür. Nicht aufgeben lohnt sich.
Einen Tag vor meinem Eintrag hatte er dort wieder ein Vorstellungsgespräch und nicht mal einen Tag später kam die Zusage! Angefangen hat er am 1. Januar, die Kündigungsfrist seines alten Arbeitsvertrags belief sich auf nur einen Monat, umso besser.
Bis dato war es so:
- 6 Tage die Woche ab nachmittags arbeiten
- 4 Tage im Monat frei (jedes 2. Wochenende)
- 24 Urlaubstage (bei einer 6-Tage Woche sind das grad mal 4 Wochen)
- nicht berauschende Bezahlung
Wir hatten sehr wenig Zeit füreinander, Marcus war ja auch abends nie da. Man konnte nicht gemeinsam abendessen, die Kinder ins Bett bringen und von gemeinsamen Abenden mal zu schweigen. Wie sehr mir das gefehlt hat, merke ich erst jetzt, wo es sich verändert hat.
Jetzt:
-Arbeitszeiten von 8:00-16:15
-Jedes Wochenende frei
-Konditionen des ÖD (und nicht wie bei der anderen Stelle, nach Tarif Hotel- und Gaststättengewerbe)
-Leitende Position
-Weiterbildungsmöglichkeiten
-Aufstiegschancen
Von allen Stellen auf die Marcus sich in den letzten 2 Jahren beworben hatte, ist dies die beste. Wie gut, dass es bei den anderen nicht geklappt hat.
Morgens ist es jetzt stressiger als vorher und auch eine totale Umstellung. Vorher mussten 3 gleichzeitig aus dem Haus, jetzt alle 5. Aber da ich abends immer alles vorbereite (Kaffee, Brote, Klamotten rauslegen), klappt es nach ein paar Anlaufschwierigkeiten besser als gedacht. Mittags bin ich durch die Abholerei von Niklas und Tim jetzt eine Stunde später zu Hause und merke natürlich, dass mir die Stunde fehlt. Aber dadurch, dass Marcus spätestes um 18:00 da ist, bleibt ja nicht mehr nur noch an mir hängen. Wer Kinder hat wird wissen, dass gerade das zu Bett bringen nicht immer eine Freude ist..
Haushaltstechnisch komme ich unter der Woche nicht zu allem- Böden hat z.B. Marcus vorher immer gemacht und auch mal Wäsche aufgehängt/abgenommen- also wird Samstag morgens nach dem Frühstück zusammen noch was gemacht (Böden, Bad, mal ein paar Fenster putzen), sodass wir ab mittags was unternehmen können.
Außerdem kommt nach 4 Jahren Abstinenz wieder ein Wäschetrockner ins Haus, damit wir das Thema Wäsche am Wochenende von der Backe haben. Dann kann ich nach der Arbeit pro Tag eine Maschine waschen, trocknen und direkt wegräumen. Ansonsten schau ich mich mal nach weiteren Haushaltshelferlein. Z.B. den haben wir ja schon länger und der ist SUPER und ein neues Bügeleisen ist auch hier eingezogen.
Der einzige (allerdings sehr große) Vorteil bei der alten Stelle war, dass die Kinderbetreuung immer gesichert war. Kind krank, Marcus war ja da, bis ich mittags nach Hause kam. Kindergarten geschlossen, Marcus war da. Wir waren nie auf Fremdbetreuung angewiesen. Plan für etwaige Ausfälle ist jetzt so: Sollte eins der Kinder krank werden, bleibe ich am ersten Tag auf jeden Fall zu Hause und baue in den nächsten Tagen entweder meine Flexzeit-Stunden ab, oder meine Mutter kommt. Niklas wird bis August- da bekommt er einen Kindergartenplatz- von meiner Schwiegermutter betreut. Hätte sie es nicht angeboten, wären wir auf eine Tagesmutter- die wir aber auch erstmal hätten suchen müssen- angewiesen gewesen. Gottlob ist uns das aber erspart geblieben. Das wäre im Monat Dezember extrem stressig geworden, für alle. Außerdem hätten wir den Kleinen ungerne für die paar Monate in fremde Hände gegeben. Eingewöhnung brauchten wir jetzt gar nicht, obwohl ich mich arbeitsmäßig eigentlich darauf eingestellt hatte. Niklas ist vom ersten Tag an ohne Probleme bei den Großeltern geblieben. Nur mit dem Mittagsschlaf klappt es nicht, er möchte partout dort nicht schlafen. Zu Hause funktioniert das so super, er schläft sowohl mittags als auch abends ratzfatz alleine ein. Ich denke, dass es an meiner Schwiegermutter liegt, dass es nicht klappt. Sie hört nicht auf das, was man ihr an Tipps geben möchte und zieht ihren eigenen Stiefel durch. Dass das nicht bei jedem Kind funzt, ist doch klar. Solange es Niklas nicht schadet, ist es für uns mittlerweile ok. Was sollen wir jetzt ein Fass aufmachen? Es bringt ja doch nichts und es ist nur bis August. Bis dahin ist es zwar immer eine unheimliche Fahrerei, aber das ist ja zeitlich begrenzt und ist es uns definitiv wert.
Ab Sommer wird das Wegbringen der Kinder dann ein Abwasch sein. Niklas bringe ich dann um 7:00 in den Kindergarten (so wie Tim momentan) und Tim um 07:15 in die Schulbetreuung. Alles liegt auf meinem Arbeitsweg, klasse.
Seit Ende November bin ich auf jeden Fall ausgeglichen und glücklich wie lange nicht und hoffe, dass dieser Zustand anhält!
(und dass das Leben einem keine Knüppel zwischen die Beine wirft..).






Januar 19, 2012 at 7:52 pm
Herzlichen Glückwunsch! Das freut mich so sehr für euch!
Januar 19, 2012 at 9:33 pm
Liebe Sandra!
Das klingt alles so super, ich freu mich für Euch!
Wir haben uns schon lange nicht mehr gelesen und ich bin mir jetzt nicht sicher, ob Du Dich an mich erinnerst
Liebste Grüße, Jana aus Radeburg, mit Tim
Januar 20, 2012 at 11:55 am
Glückwunsch !!!
Mein Mann hat ja auch eine neues Aufgabengebiet !!!
wie ist bei euch die Ferienbetreuung geregelt nach der Einschulung. Diese ständigen Ferien sind mir echt ein Dorn im auge
lg
Petra
Januar 20, 2012 at 1:46 pm
Mensch super – ich habs dunkel in Erinnerung wie es damals war!
Ich wünsch ihm und Euch alles Gute im neuen Job – das hört sich wirklich klasse an!!!
LG
Anne
Januar 24, 2012 at 10:58 pm
Herzlichen Glückwunsch zum neuen Job!
Februar 3, 2012 at 10:04 am
Ja Mensch – da freu ich mich aber ganz ganz doll für Euch!
Herzliche Grüße
NICI
Februar 13, 2012 at 6:30 pm
[...] zwar mit einer top Beurteilung. Auch wenn ich nichts anderes erwartet hatte: Ich freu mich so für ihn! Gefällt mir:LikeSei der [...]