Wenn alles zusammenkommt

März 19, 2012

Montag vor genau einer Woche fing alles an.

Kurz vor der Firma fing das Auto plötzlich tierisch an zu qualmen. Riss im Kühltank. Mein Kollege hat sich darum gekümmert- Neuer Tank 80 €- alles wieder top. Nichts war top, am nächsten Tag war klar, dass irgendwas mit der Temperaturregelung der Kühlung nicht stimmen kann. Wahrscheinlich ist deshalb überhaupt erst der Riss entstanden. Problem: Ich musste weiterhin zur Arbeit und mein Kollege hatte erst am Montag wieder Zeit. In der Zwischenzeit sollte ich mit während der Fahrt aufgedrehter Heizung, die Temperatur runterkühlen. Das klappt auch. Heute dann die Nachricht, dass mein Kollege das nicht mal eben so reparieren kann, das nimmt mehr Zeit in Anspruch.

Nur wann? Ich kann nicht frei machen, da die Kollegin die ich vertrete im Urlaub ist. Am Wochenende kann er nicht. Ich kann doch nicht wochenlang mit aufgedrehter Heizung durch die Gegend fahren. Ich würde das Auto in die Werkstatt bringen, aber welche Werkstatt arbeitet am Wochenende?

Am Mittwochabend fing Tim an, abzubauen. 40 Grad Fieber, Husten, Durchfall, Erbrechen. Ich ihn am Donnerstag/Freitag zusammen mit Niklas- den meine Schwiegermutter ja bis August sowieso betreut- zu den Schwiegereltern gebracht und mittags wieder abgeholt. Mein fieberndes Kind mit aufgedrehter Heizung nach Hause fahren- prima..

Nachdem am Sonntag trotz Fieberzäpfchen, Phytohustil und inhalieren mit dem Pariboy immer noch keine wesentliche Besserung eingetreten war, ist Marcus mit ihm in die Notaufnahme gefahren. Ergebnis:  Wieder Bronchitis . , also Antibiotika, weiter inhalieren, weiter Hustensaft.

Parallel zu Tim ist dann noch Niklas am Samstag krank geworden. Gestern, also Sonntag- nachdem Marcus gerade wieder zu Hause war- bekamen wir dann die Nachricht, dass mein Schwiegervater auf der Intensivstation liegt, weil er hoch fiebert.

Die Sorge um meine Kinder und um meinen Schwiegervater, gepaart mit der Angst, dass Tim ihn angesteckt haben könnte, gepaart mit meinem schlechten Gewissen, dass ich nicht da bin, wenn die Kinder krank sind, sondern sie dann zu meiner Schwiegermutter fahre, gepaart mit der Frage wer die Kinder jetzt betreut, gepaart mit der Frage, wann ich das Auto reparieren lassen kann, lässt mich an meine Grenzen bringen. Ich schlafe mit Bauchschmerzen ein und auch wieder auf, schlafe seit Tagen eh kaum noch und ständig kommen mir die Tränen.

Ich möchte immer für meine Kinder da sein, bin es aber manchmal nicht. Ich weiß, dass sie bei meiner Schwiegermutter/meiner Schwester (die heute da ist, weil sie Urlaub hat) gut aufgehoben sind. Aber mir geht es schlecht dabei.

Mir stehen doch Kind-Krank-Tage zu, wieso mach ich das also?

Ich bin nicht karrieregeil, überhaupt nicht. Aber ich habe ständig Angst um meinen Job. In den 9 Jahren in dieser Firma habe ich so viele Leute kommen und gehen sehen, hier kann man kein Gefühl aufbauen dass man „fest im Sattel sitzt“. Und wenn ich wirklich mal wegen der Kinder zu Hause bleiben muss, dann baue ich Überstunden ab. Und was passiert eigentlich, wenn ich krank werde? Ich darf nicht krank werden. Und wenn, dann hau ich mir irgendwelche Hammersachen rein, um ja zur Arbeit gehen zu können.

Mein Vorgesetzter triezt mich weder, noch würde er kein Verständnis für Krankheit haben. Das Problem ist nicht mein Arbeitgeber, sondern ich bin es.

Ich muss irgendeinen Weg finden, damit ich ohne schlechtes Gewissen/Gefühl zu Hause bleiben kann, wenn die Kinder krank sind, muss was an meiner Einstellung ändern und zwar dringend.

Aber wie schalte ich nur um?

Bei Ute gefunden.

6

Oktober 5, 2011

Für immer und Dich

Ich sing für Dich, schrei für Dich,
ich brenne und ich schnei für Dich.
Vergesse mich, erinner mich,
für Dich und immer für Dich.
Für immer und Dich.

Ich lach für Dich, wein für Dich,
ich regne und ich schein für Dich.
Versetz die ganze Welt für Dich,
für Dich und immer für Dich.

Für immer und Dich.

Für Dich und immer für Dich.
Egal, wie du mich nennst,
egal wo du heut pennst.
Ich hab so oft für Dich gelogen,
ich bieg dir noch nen Regenbogen.
Für Dich und immer für Dich.
Für immer und Dich.

Ich rede für Dich, schweig für Dich,
ich gehe und ich bleib für Dich.
Ich streich den Himmel blau für Dich,
für Dich und immer für Dich.
Für immer und Dich.

Ich sehe für Dich, hör für Dich,
ich lüge und ich schwör für Dich.
Ich hol den blauen Mond für Dich,
für Dich und immer für Dich.

Wo immer Du bist.

(Quelle)

Auf die nächsten 6 Jahre. Ich liebe Dich.

Freundschaft

Oktober 1, 2011

Ich schaute gestern Abend den Bundesvision Song Contest und der Song von Bosse und Anna Loos gefiel mir mit Abstand am besten (wobei mir beim Namen echt erst Fragezeichen im Gesicht standen..)

Frankfurt Oder

Nichts ist besser als mit dir zu überwintern
Manche fliegen in den Süden
um sich warm zu halten

Doch wir haben keine Kohle und du Angst vorm Fliegen
Und wir besuchen deine Eltern
in Frankfurt Oder

Und dann sitzen wir hier im Gartenpavillon
Was du erzählst hält mich nüchtern & warm
Und oben am Himmel regnen die Wolken
Ich bin froh, dass du da bist
Bin froh, dass du da bist

Und wir sitzen hier im Gartenpavillon
Mir wars schon immer egal wo wir warn
Und wir vernichten den Schnaps deines Vaters
Ich bin froh, dass der da ist
Bin froh, dass du da bist

Nichts ist besser als mit dir loszufahren
An die tristesten Orte
Und dich bei mir zu haben

Und zu sehen, dass es gut geht
um zu sehen, dass wir gut sind
Mit Kartoffelschnaps & Bockwurst
zwischen Gartenzwergen

Und dann sitzen wir hier im Gartenpavillon
Was du erzählst hält mich nüchtern & warm
Und oben am Himmel regnen die Wolken
Ich bin froh, dass du da bist
bin froh, dass du da bist

Und wir sitzen hier im Gartenpavillon
Mir wars schon immer egal wo wir warn
Und wir vernichten den Schnaps deines Vaters
Ich bin froh, dass der da ist
Bin froh, dass du da bist

Und dann sitzen wir hier im Gartenpavillon
Was du erzählst hält mich nüchtern & warm
Und oben am Himmel regnen die Wolken
Ich bin froh, dass du da bist
Bin froh, dass du da bist

Und wir sitzen hier im Gartenpavillon
Mir wars schon immer egal wo wir warn
Und wir vernichten den Schnaps deines Vaters
Ich bin froh, dass der da ist
Bin froh, dass du da bist

(Quelle)

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Juni 10, 2011

Erziehung streut keinen Samen in die Kinder hinein, sondern lässt den Samen aufgehen, der in ihnen liegt.

(Khalil Gibran)

Das Jahr ist rum

Januar 18, 2011

Ich bin ab übermorgen vormittags wieder nur noch im Büro zu erreichen.

Rückblickend war es die richtige Entscheidung, nicht schon wieder im Oktober einzusteigen. Dieses eine Jahr zu Hause hat gerade mir unheimlich viel gegeben und zurück drehen kann man die Zeit ja nicht. Aber jetzt freue ich mich auch auf den Wiedereinstieg. Ein wenig aufgeregt bin ich schon, aber das ist ja normal.

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Januar 13, 2011

Meinem Schwiegervater geht es körperlich ganz gut, seit gestern ist er auch wieder zu Hause und bald geht es für 4 Wochen in eine Tagesklinik. Allerdings kann man noch nicht sagen, welche Auswirkungen die Schlaganfälle auf sein Gehirn hatten. Momentan ist er immer noch etwas verwirrt. Letzte Woche z.B. stand er abends plötzlich bei meiner Schwiegermutter vor der Tür, weil er laut seinen Worten “die Medikamente ebenso gut zu Hause nehmen könne”. Er hatte im Krankenhaus seine Sachen gepackt und am Bahnhof einen Mann angesprochen, ob der ihn nicht nach Hause bringen könnte. Marcus hat ihn dann wieder zurück gebracht.

Autofahren wird er wahrscheinlich nicht mehr können, meine Schwiegermutter hat auch keinen Führerschein. Das alles wird eine Umstellung für uns alle, aber zusammen schaffen wir das schon.

Vielen Dank für Eure Wünsche!

 

Keine Absage

September 7, 2010

.. wenigstens etwas. Positiv ist trotzdem was anderes.

Nachdem das zweite Gespräch ja hätte schon stattfinden sollen, hat Marcus heute mal dort angerufen und gefragt, wie denn der Status quo wäre. Das Gespräch ergab, dass sie diese Stelle evtl. jetzt intern vergeben, das habe sich kurzfristig so ergeben. Er ist  zwar immer noch nicht raus, ist aber momentan halt Reservekandidat. Wir gehen jetzt einfach davon aus, dass es nicht klappt. Schade, dass man oft so kurz vorm Ziel scheitert und immer wieder zur Startlinie zurück muss.

Na ja, ein wenig Hoffnung bleibt ja noch.

Im Zwiespalt

August 5, 2010

Meine Angst vor einer Kündigung ist scheinbar unbegründet. Gestern bekam ich einen Anruf, ob ich nicht schon jetzt wiederkommen möchte. Auf der einen Seite freue ich mich, klar. Ich könnte auch mein altes Aufgabengebiet wieder übernehmen.

Dagegen spricht:

Ich wollte dieses eine Jahr geniessen. Niemals mehr werde ich so viel Zeit für Niklas haben (Tim  ist vormittags ja eh im Kiga, Tasmin in der Schule), niemals mehr soviel stressfreie Zeit, die ja allen (auch mir) zugute kommt. Niemals hatte ich nach der Geburt der Kinder mehr Zeit, immer bin ich ganz schnell wieder arbeiten gegangen.

Finanziell lohnt es sich kaum, jetzt schon wieder einzusteigen. Wenn überhaupt, dann würde es für mich auch nur ein kompletten Wiedereinstieg  (25 Stunden an 5 Tagen/Woche) geben. Entweder ganz oder gar nicht (meine Devise, nicht die meines AGs)

Obwohl das nächtliche Schlafverhalten von Niklas meist gut ist..  Wenn man dann aber jeden Tag (auch am WE, Tim ist dann immer wach) um  05:45 aufstehen muss, sich nachmittags nur selten mal hinlegen kann, niemanden hat, der auch mal nachts aufstehen kann, relativiert sich das schon wieder.

Trotz der “dagegen” Gründe werde ich es wohl trotzdem machen. Wiedereinstieg vielleicht am 01.10.2010.. Mal schauen.

Hilfe

Juli 12, 2010

Und dafür verlinke ich einfach mal hierhin. Es wird zwar kein grosser Betrag sein den ich selber geben kann, aber ich denke dass viel Kleinvieh auch Mist macht und hoffe nur, dass ganz viel davon zusammen kommt. Sowas zu erleben muss ganz furchtbar sein. :(

Edit vom 14.07.2010:

Ute hat Ihren Eintrag editiert.

Bitte spendet über diese Seite.

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Edit vom 27.07.2010: Da Carola die Spendenaktion gestoppt hat, nehm ich den Button “Abgebrannt” auch wieder raus.

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