Geile Zeit
November 12, 2009
Letzten Mittwoch musste Tim beschnitten werden und der Zeitraum zwischen OP bis zum heutigen Tag, waren echt schlimm. Der Kleine hatte tagelang extreme Schmerzen und solche Angst, immer wenn man seinem P*nis auch nur etwas zu nahe kam.
Aber heute wollte er zum 1. Mal wieder in den Kindergarten und die Angst verliert sich langsam. Wenn ich da an die erste Zeit zurückdenke..
Jeden morgen kam „Ich hab keine Lust Kindergarten“ und das wiederholte er auch ständig. Wenn er dann da war, lief es gut. Der Abschied allerdings darf bis heute nicht verändert werden. Und sein Schnuffi (von Tasmin gehäkeltes Tuch, welches sie Tim zur Geburt geschenkt hat), sein Kuschelhase und sein Fischkissen müssen immer mit. Küsschen, in den Arm nehmen, nochmal Küsschen und die Hand geben. Dann die Rolläden von der Turnhalle hochziehen, der Erzieherin Bescheid geben, dass sie dazu kommt (ohne geht es nicht) und ich kann gehen. Auf die Erzieherin kann er aber mittlerweile verzichten.
Am Fenster dann einmal dagegen klopfen und winken inkl. Luftküsse. Das Ganze bis zum Auto.
Das liest sich ja irgendwie lustig, aber mir hat es in den ersten Wochen wirklich zugesetzt. Weil ich merke, dass er viele Dinge/Rituale benötigt an die er sich klammern kann, um den Kiga-Tag zu überstehen.
Mein Verstand weiß, dass das normal ist. Trotzdem leidet man mit.
Mit Tasmin war alles unkomplizierter, obwohl sie so ein Sensibelchen war. Tim ist das nach außen hin gar nicht, aber da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich alles laufen kann.
Aber jetzt möchte er sogar freiwillig in den Kindergarten, also Ende gut, alles gut.
Nächster regulärer Check up (22+3)
September 18, 2009
Nachdem die Untersuchung letzte Woche ja super gelaufen war, sind wir heute zum ersten Mal vor dem Frauenarztermin nicht nervös gewesen.
Urin okay, Ergebnis vom Toxoplasmose Test (20 Euro) kommt noch
Der Bericht vom Krankenhaus wäre da und sie würde sich etwas Sorgen machen.
Häh, wie jetzt, die Ärztin dort hatte doch gesagt dass alles okay wäre und das 3. T. nur etwas zart?
Beim Doppler (da werden die Gefäße überprüft) wurde Widerstand festgestellt, was darauf hindeuten könnte, dass das Baby unterversorgt wird, bzw. dass es, je weiter die Schwangerschaft voranschreitet, kritisch werden und es auch wieder auf Gestose hinauslaufen könnte (das kenne ich ja schon, wäre das 3. Mal).
Dass ich auf mein Gewicht achten würde, wäre super (+200 Gramm gegenüber Startgewicht Schwangerschaft) und auch wichtig. Im Zuge der Schwangerschaftsdiabetes fällt mir das achten darauf aber auch nicht schwer, gewisse Dinge die hochkalorisch sind darf man ja eh nur in Maßen essen und das kommt meinem Gewicht zugute.
- Nächste 4-D Ultraschalluntersuchung in 6 Wochen
- Unbedingt den Nüchternwert in den Griff bekommen (klappt bisher immer noch nicht)
- Und noch wichtiger: Ständig den Blutdruck messen und generell langsamer machen, sonst würde mich meine Ärztin sofort aus dem Verkehr ziehen.
- Bei Auffälligkeiten soll ich mich sofort melden.
Kann es nicht einmal normal laufen? Zumal ich im besten Fall ja noch 18 Wochen vor mir habe. Ach Mensch, seufz.
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Mai 28, 2009
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März 26, 2009
Die liebe Nadine hat nachgefragt, wie es hier weiter ging.
Ich wollte dazu hier sowieso noch was schreiben, aber kennt ihr das auch, dass man Dinge, die einen angreifen/verletzen, gerne mal in den Hintergrund drängt?
Nach ein paar Tagen habe ich das Paket geöffnet. Wie gesagt, ich wusste, was drin war. Denn ich hatte sie mit der Weihnachtspost für ihren Sohn gebeten, mir etwas zurückzugeben. Zusätzlich waren 2 Briefe drin, einer von ihrem Sohn, einer von ihr. Erstmal hat es mich total gefreut, dass er mich zu seiner Konfirmation eingeladen hat. Da die Idee bestimmt nicht von ihm kam (hey, er ist fast 14!
) freut es mich, dass sie als Mutter ihm den Vorschlag gemacht hat und das eine vom anderen trennen kann.Wir (also ihr Sohn und ich) haben ja weiterhin Kontakt, zumindest an Geburtstagen, Weihnachten. Ich hänge halt sehr an ihm.
Drin stand, dass es nicht in ihrer Absicht lag mich zu verletzen, sie hätte anscheinend nicht die Worte gefunden das auszudrücken was sie gemeint hat um das zu verhindern. Und dass sie mir für meine lange Loyalität/Freundschaft dankt. Das hat mich schon gefreut, klar. Aber es war mir wieder zu wischiwaschi, denn WAS sie damals gemeint hat, weiß ich immer noch nicht. Also bin ich überzeugt davon, dass es genauso war, wie ich es damals empfunden habe. Sie hätte doch einfach nur klar sagen müssen, was Sache ist. Natürlich hätte auch das mich verletzt, ich mein 20 Jahre Freundschaft einfach so mir nichts, Dir nicht weggeworfen, ohne Grund.. Aber das wäre mir lieber gewesen, als dieses wischiwaschi Gelaber.
Mein erster Impuls war, ihr sofort zurück zu schreiben. Dann habe ich nachgedacht und bin zu dem Entschluß gekommen, dass ich das nicht tun werde, zumindest jetzt nicht. Vielleicht nie. Trotzdem hat mir der Brief gut getan.
Durcheinander
Februar 25, 2009
Das ist von ihr, heute gekommen. Eigentlich weiß ich auch, was drin sein muss.

Aber meine Gedanken kreisen darum, hat sie eine Nachricht beigelegt, hat sie nicht.. Falls ja, wie gehe ich damit um? Falls nein,wie gehe ich damit um? Versteht Ihr mich?
Mir steigen wieder Tränen in die Augen, ich vermisse sie so sehr. Auf der anderen Seite stehe ich zu meiner Meinung von damals. Es gibt Verletzungen, die heilen nicht, bzw. kann ich nicht verzeihen. Ich kenne mich.
Scheiße.
Abschied
Dezember 16, 2008
Vor ein paar Monaten hat uns erst Tasmins Meerschweinchen Mucki verlassen, jetzt ist auch noch das zweite, Pucki, gestorben.
Ich werde nie wieder ein Haustier anschaffen, zumindest nicht, solange die Kinder im Haus, bzw. klein sind. Das Abschied nehmen ist für Kinder einfach zu hart und ich möchte es, zumindest dann, wenn ich das irgendwie beeinflussen kann, von ihnen weghalten.
Genau dasselbe habe ich vor 6 Jahren gesagt- leider habe ich mich dann doch zum Kauf bequatschen lassen- nochmal passiert mir das nicht.
Seufz..
Isabel
September 24, 2008
Jetzt habe ich endlich realisiert, dass das Schlimmste das einer werdenden Mutter passieren kann, auch Dir passiert ist, liebe M.
Ich bin so fassungslos, traurig, geschockt und würde Dich so gern in den Arm nehmen. Wieso sieht man im Ultraschall nicht, wenn die Nabelschnur sich um das Köpfchen schlingt? Wieso muss in der heutigen Zeit ein Baby so kurz vor der Geburt noch wegen so etwas sterben? Wieso, wieso, verdammt nochmal!!! Wieso ist das Leben oft so grausam? Wie soll man mit so etwas fertig werden.. Scheiße.
Ich muss wieder an die Passage denken, die sie zum Tod von Moritz Papa geschrieben hat.
„Vielleicht weil man, ohne den Menschen „in echt“ zu kennen, ihn doch besser kannte als vielleicht den ein oder anderen Menschen in unmittelbarer Umgebung. Weil wir teilhaben durften an seinem Leben… „
Nur mit dem Unterschied, dass ich das Glück hatte, diese Person auch schon mal im real life kennen lernen zu dürfen.
Wenn Du reden magst, jederzeit.

Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.
(Johann Wolfgang von Goethe)
( hier gefunden)
Übrigens werde ich weder hier, noch auf Anfrage per PN/Mail schreiben, um wen es geht. Bitte respektiert das. Denn ich weiss nicht, ob die Person möchte, dass ich das tue. Trotzdem möchte ich auch auf diese Weise zeigen, dass ich an sie denke. Danke.
Sprachlos
August 14, 2008
Am Montag machte ich meine Runde durch das Bloggerdorf und las das. Heiss und kalt lief es mir den Rücken runter, Tränen kamen, ich begriff es nicht. Tagelang versucht, das in Worte zu fassen, was ich hier unbedingt sagen wollte, das Gefühl hatte, ich muss, muss! Es ging nicht.
Gut, dann muss ich es eben lassen. Vielleicht ein Eintrag mit den Alltäglichkeiten unseres Lebens, das Gelesene verdrängen? Nein, ich konnte beides nicht.
Sie und viele andere Blogger schreiben genau das, was ich auch fühle.
Ich fühle mit und schicke dir Ulrike , Kraft, Optimismus, eine feste Umarmung und viel mehr. Obwohl du jetzt Stärke zeigst (wahrscheinlich zeigen musst.. ), glaube ich, dass du dich innerlich ganz furchtbar hilflos, zerbrechlich, ohnmächtig fühlen musst.
Denn was wirklich an einem gebrochenen Herzen nagt, bleibt meistens dem Blick der Welt verborgen..
Satz mit X
Mai 18, 2008
Das war wohl nix.
Blödblödblöd.
Tut mir leid, dass ich meinen kryptischen Beitrag an dieser Stelle jetzt nicht auflösen kann. Ich hätte es auch lieber anders gehabt.
Fortsetzung und Abschluss
Dezember 2, 2007
Heute ist der 1. Advent und es wird Zeit, voller Freude auf Weihnachten, bzw. das Jahresende zu blicken. Somit überwinde ich mich jetzt und fange wieder an zu bloggen.
Ich wollte darüber hier eigentlich nicht mehr schreiben. Also nicht generell nicht, nur momentan nicht. Jetzt ist mir aber eingefallen, dass manche von Euch Bloglesern ja hier gar nicht lesen und somit gar nicht wissen, was weiter passiert ist.
Also werde ich es hier jetzt nochmal aufschreiben und dann versuchen, die Tür zuzumachen.
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So ging es weiter:
Blutabnahme bei der Frauenärztin, damit kontrolliert werden konnte, ob der SS-Wert (HCG) auch sinkt.
Der HCG Wert sank nicht, also Überweisung ins Krankenhaus, da eine Eileiter-SS vermutet wurde.
Am 31.10. bin ich ins Krankenhaus. Dort wollte man mich, nachdem Ultraschall gemacht worden war, sofort operieren. Es wurde aber immer noch nur vermutet, dass es eine Eileiter-SS ist. Ich wollte aber erst den erneuten HCG Wert (der das SS-Hormon nachweist) abwarten. Ich wurde gewarnt, aber wollte nicht hören. Ich hatte keine Schmerzen, meine Frauenärztin hatte mir aber gesagt, dass man dann höllische Schmerzen haben müsse. Dazu kam, dass ich nicht voreilig reagieren wollte.
Nächster Tag, plötzlich schaute der Arzt der meinen Sohn nach der Geburt reanimiert hat, bei mir vorbei. Ich atmete innerlich auf. Gerade zu diesem Arzt hatte ich solch ein Vertrauen. Er schleppte mich erstmal zum 4-D Ultraschall. Die Ergebnisse der Blutuntersuchung wären erst am nächsten Tag da gewesen (weil der 1.11. ja Feiertag war) und er wollte mich somit zur OP überzeugen.
Man sah einen Schatten im Eileiter, das hätte aber auch was anderes sein können.
Er und seine Kollegin redeten mit Engelszungen auf mich ein, mich schnellstmöglich operieren zu lassen. Wenn es zum Notfall kommen und der Eileiter platzen würde, wäre viel Blut im Bauch und bei solch einem Eingriff wären schon Frauen verblutet. „Mein“ Arzt versprach mir, mich auch zu operieren und alles zu tun um den Eileiter zu erhalten, wenn es irgendwie ginge. Ich gab auf, Gott sei Dank.
Ein paar Stunden später war die OP vorbei. Der eine Eileiter musste entfernt werden, da er tatsächlich kurz davor war, zu platzen und die Gefahr bei einer erneuten SS zu groß war, dass dort wieder ein Ei hängen bleibt. Was durfte ich mir an Vorwürfen von „meinem“ Arzt anhören. Ich hatte mich eben einfach nicht gefühlt, als wäre es kurz vor 12 und die Missverständnisse mit meiner Ärztin machten es eben auch nicht besser. Ich bin so froh, dass ich noch rechtzeitig nachgegeben hatte.
HB Wert war durch den hohen Blutverlust während der OP bei ca. 7, was zu wenig war (normal ist so 13, 14). Deshalb hatte ich Fieber, war zitterig und matschig und kam irgendwie nicht zu mir. Dann wurden noch Entzündungswerte im Blut festgestellt, die wahrscheinlich durch ein großes Blutgerinnsel welches sich nach der OP gebildet hatte, entstanden waren. Eigentlich absorbiert der Körper dann das Blut, aber die Menge war durch den Blutverlust zu groß, und so die Gefahr einer Infektion da.
Was tun, abwarten oder nochmalige OP.
Der Chefarzt riet zur OP und ich stimmte zu.
Nach 2 1/2 Wochen Krankenhaus wurde ich am 17.11. entlassen.
Wir hoffen einfach, dass so was nicht wieder passiert.
Der Gedanke an ein 3. Kind, an eine erneute Schwangerschaft, bereitet aber momentan nur Angst.
Vom Herzen her möchten wir noch eins (jetzt erst recht..). Mal sehen, ob wir den Mut es zu wagen, nochmal aufbringen.
Bei Claudia gefunden..
Das Leben ist wundervoll.
Es gibt Augenblicke,
da möchte man sterben,
aber dann geschieht etwas Neues
und man glaubt,
man sei im Himmel.
(Edith Piaf)
Ich wünsche euch einen wunderschönen 1. Advent!
PS: Und Danke für alles!






